Der Wahn und die Träume in W. Jensens »Gradiva«
par Sigmund Freud
Eine psychoanalytische Untersuchung von Träumen und Wahnvorstellungen in der Literatur
Crédits & contributions
- ÉditeurCULTUREA
- Parution12 décembre 2022
Prix TTC
In "Der Wahn und die Träume in W. Jensens »Gradiva«" analysiert Sigmund Freud die psychologischen Mechanismen hinter den Träumen und Wahnvorstellungen des Protagonisten Norbert Hanold, einem jungen Archäologen. Hanold ist von einem antiken Relief einer schreitenden Frau, die er "Gradiva" nennt, fasziniert. Diese Faszination entwickelt sich zu einem Wahn, als er träumt, dass die Frau in Pompeji während des Vesuvausbruchs verschüttet wurde. Getrieben von diesem Traum, reist Hanold nach Pompeji, wo er glaubt, die lebendige Gradiva zu sehen. Diese Begegnung stellt sich jedoch als reale Begegnung mit Zoë Bertgang heraus, einer Jugendfreundin, die Hanold in seiner Kindheit kannte. Freud nutzt diese Erzählung, um die Verbindung zwischen verdrängten Kindheitserinnerungen und der Entstehung von Wahnvorstellungen zu untersuchen. Er zeigt, wie Hanolds unbewusste Erinnerungen an Zoë seine Faszination für das Relief und seine Träume beeinflussen. Die Erzählung endet mit der Auflösung von Hanolds Wahn durch die Konfrontation mit der Realität und der Wiederentdeckung seiner Gefühle für Zoë. Freuds Analyse hebt die Bedeutung der Psychoanalyse für das Verständnis literarischer Werke hervor und zeigt, wie tief verwurzelte psychologische Prozesse in der Literatur dargestellt werden können.
