Das Tabu und die Ambivalenz der Gefühlsregungen

par Sigmund Freud

Die psychologischen Wurzeln des Tabus und seine Parallelen zur Zwangsneurose

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EAN
  • ÉditeurCULTUREA
  • Parution26 février 2023

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In "Das Tabu und die Ambivalenz der Gefühlsregungen" untersucht Sigmund Freud die psychologischen Grundlagen des Tabus und zieht Parallelen zur Zwangsneurose. Freud beschreibt das Tabu als eine uralte Form von Verboten, die von einer äußeren Autorität auferlegt wurden und gegen starke unbewusste Wünsche gerichtet sind. Diese Verbote sind durch eine innere Nötigung verstärkt und zeigen eine bemerkenswerte Verschiebbarkeit, indem sie sich auf neue Objekte übertragen. Freud argumentiert, dass das Tabu eine ambivalente Einstellung gegenüber dem Verbotenen widerspiegelt, ähnlich wie bei der Zwangsneurose, wo der Wunsch, das Verbotene zu tun, im Unbewussten fortbesteht. Er analysiert verschiedene Tabupraktiken, insbesondere im Umgang mit Feinden, Herrschern und Toten, und zeigt, dass diese Praktiken oft Ausdruck von Reue, Wertschätzung und einem schlechten Gewissen sind. Freud schlägt vor, dass die dem Tabu zugeschriebene magische Kraft auf die Fähigkeit zurückzuführen ist, Menschen in Versuchung zu führen, und dass die Einhaltung des Tabus einen Verzicht auf etwas Begehrtes bedeutet. Diese Analyse bietet ein tieferes Verständnis der psychologischen Mechanismen hinter dem Tabu und seiner Rolle in der menschlichen Kultur.