DIE INFANTILE WIEDERKEHR DES TOTEMISMUS
par Sigmund Freud
Die Ursprünge und Bedeutungen des Totemismus und der Exogamie
Crédits & contributions
- ÉditeurCULTUREA
- Parution15 mars 2023
Prix TTC
In "Die infantile Wiederkehr des Totemismus" untersucht Sigmund Freud die komplexen Ursprünge und Bedeutungen des Totemismus und der Exogamie in primitiven Kulturen. Freud beginnt mit einer detaillierten Analyse der verschiedenen Theorien zur Entstehung des Totemismus, die er in drei Hauptkategorien einteilt: nominalistische, soziologische und psychologische Theorien. Die nominalistischen Theorien betonen die Bedeutung der Namensgebung, während die soziologischen Theorien den Totemismus als Ausdruck sozialer Strukturen und Bedürfnisse betrachten. Die psychologischen Theorien, einschließlich Freuds eigener Ansätze, suchen nach den psychischen Mechanismen, die diesen kulturellen Phänomenen zugrunde liegen. Freud diskutiert die Arbeiten von Anthropologen wie Frazer, Lang und Durkheim, die unterschiedliche Erklärungen für die Verbindung zwischen Totemismus und Exogamie bieten. Während einige Forscher die Exogamie als integralen Bestandteil des totemistischen Systems sehen, betrachten andere sie als unabhängige Entwicklung. Freud selbst neigt dazu, die Exogamie als eine kulturelle Institution zu verstehen, die aus der Notwendigkeit heraus entstanden ist, Inzest zu vermeiden, und die durch die Tabus und sozialen Normen der Totemgesellschaften verstärkt wird. Freud kritisiert die Annahme, dass eine angeborene Abneigung gegen Inzest existiert, und argumentiert, dass die starke kulturelle Tabuisierung des Inzests auf das Vorhandensein eines natürlichen Triebs hinweist, der durch soziale Normen reguliert werden muss. Insgesamt bietet Freuds Analyse einen tiefen Einblick in die psychologischen und kulturellen Dynamiken, die den Totemismus und die Exogamie in frühen Gesellschaften geprägt haben.
